SUBTONE

beindruckender gruppensound

Wer schon mit Anfang 30 zu den Aushängeschildern der deutschen Jazz-Szene gehört und selbst einen Till Brönner ins Schwärmen geraten lässt, muss schon einiges zu bieten haben, um aus der Masse der täglichen Neuerscheinungen heraus zu ragen. Mit ihrem vierten Studioalbum Roswitha’s Revenge werden die fünf jungen Musiker von Subtone genau diesem Anspruch gerecht. Das neue Album ist offener und grooviger geraten als seine Vorgänger – hier und da auch eine Spur gewagter, komplexer, ohne jedoch unbekömmlich zu sein. Geblieben ist der typische, unverwechselbare Klang des Quintetts. Eine Art kammermusikalischer Jazz, dessen Sound maßgeblich von zwei Bläsern geprägt wird: Magnus Schriefl (Trompete und Flügelhorn) und Malte Dürrschnabel (Saxofon, Querflöte und Klarinette).
Die Erfahrungen in der Jazzmetropole New York haben die Band enorm voran gebracht. „Die meisten Musiker dort spielen auf allerhöchstem Niveau. Das spornt automatisch an, sich weiter zu entwickeln, denn es gibt dort einfach keinen Stillstand“, erklärt Pianist Florian Höfner, der sich mittlerweile auch in der lebendigen New Yorker Jazz-Szene einen Namen gemacht hat. Und Schlagzeuger Peter Gall ergänzt: „Früher haben wir oft jahrelang an unseren Arrangements gefeilt, sie immer wieder verändert, ehe wir mit ihnen ins Studio gegangen sind. Das barg natürlich die Gefahr, dass wir uns musikalisch irgendwann verrennen. Inzwischen spielen wir alle deutlich spontaner“. Kein Wunder also, dass Subtone ihr viertes Album als ihr „frischestes“ bezeichnen – denn alle Kompositionen sind binnen weniger Monate – quasi on the road – entstanden.
Die große, musikalische Vielfalt auf „Roswitha’s Revenge“ mag verblüffen. Zumal, wenn fünf Youngstern sie mit enormer Souveränität und Leichtigkeit präsentieren. Dabei ist sie nur die logische Konsequenz eines Bandkonzepts, das allen Mitgliedern möglichst große Freiheiten lässt. „Wir begreifen uns als musikalisches Kollektiv, in das jeder seine eigenen Stücke mitbringt. Dabei wird jedem Komponisten die Band quasi als Klangkörper zur Verfügung gestellt“, erklärt Trompeter Magnus Schriefl die Philosophie des Quintetts. Ein Konzept, das blindes Vertrauen und viel Erfahrung voraussetzt. Und die haben die preisgekrönten Musiker von Subtone in den vergangenen Jahren reichlich sammeln können. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 kann die Band auf mehr als 200 Konzerte zurück blicken. Gastspiele in Nord- und Südamerika und Auftritte auf bedeutenden europäischen Festivals haben Subtone auch international bekannt gemacht.
Mit Roswitha’s Revenge hat das Quintett beste Voraussetzungen geschaffen, um ihre nationale und internationale Fangemeinde zu erweitern.

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Subtone stands in the forefront of today’s young innovative Jazz ensembles. Founded in 2005 in Berlin, its members now live in New York City and Cologne, holding degrees from Berlin’s University of the Arts and the Manhattan School of Music. Through innumerable concerts at home and abroad, as well as appearances at festivals like the Bohemia Jazz Fest in the Czech Republic and Jazz Baltica in Salzau, Germany with rave reviews, Subtone quickly established themselves as one of the most sought-after jazz ensembles in Europe. After two acclaimed albums, Subtone will release their third album “Morningside” on ENJA-Records in the Spring 2011. Subtone is the winner of the Jury and Audience Award of the International Jazz Competition “Tremplin Jazz d’Avignon” in France.
The individual members are all accomplished performers. Collectively, they have won prestigious awards like the Deloitte Jazz Award (Ruben Samama) and the ASCAP Young Jazz Composer Award (Florian Hoefner) and have collaborated with artists and groups like the Kurt Rosenwinkel Trio, Seamus Blake, Joe Lovano, Dave Liebman, Randy Brecker and the European Jazz Orchestra.
With their own imaginative compositions, the five artists offer an inexhaustible selection, from the voluminous big-band sound to a bare-essential chamber music approach. In addition to the apparent mastery over their instruments, it is above all the implicitness with which they communicate that is so striking.
What makes Subtone stand out from other ensembles is the impressive artistic connection among the five musicians. The listener perceives this intense communication and fundamental understanding among all members of the band in the very first notes.