THE RICK HOLLANDER QUARTET feat. Brian Levy

On the Up and Up

Rick Hollander begann mit neun Jahren mit dem Schlagzeug, studierte Musiktheorie und Komposition am „Oakland Community College“ in den USA  und hatte Privatunterricht bei Gene Stewart und Roy Brooks. 1979 zog er nach New York City, wo er mit Woody Shaw, Robin Eubanks, Arnett Cobb, Rufus Reid, Tim Hagans, Steve Grossman und Roy Hargrove arbeitete. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet er mit eigenen Gruppen, mit denen er auch auf dem Monterey Jazz Festival und dem North Sea Jazz Festival konzertierte und mehrere Alben vorlegte. Weiterhin arbeitete er als Schlagzeuger in den Gruppen von Hermann Breuer, Peter Tuscher, Ed Kröger, Johannes Herrlich, Steven Houben und Walter Lang.

Das Ensemble um den charismatischen Drummer – der seine musikalische Homebase vor knapp 30 Jahren nach München verlegt hat – besteht seit gerade einmal vier Jahren. Ein vergleichsweise kurzer Zeitraum, in dem die Band bewiesen hat, dass sie zu den spannendsten und unterhaltsamsten Formationen gehört, die die internationale Jazz-Szene momentan zu bieten hat. Zu den Fleißigsten gehört sie ohnehin. An die 100 Konzerte in Europa und den USA hat das Quartett in den zurückliegenden Monaten absolviert – und dabei diesseits und jenseits des Atlantiks für Aufhorchen gesorgt. „Ich bin schon sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Aber ich merke auch, dass wir unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben und noch vieles möglich ist“, wirft Hollander einen optimistischen Blick in die Zukunft.
 
Mit 26 Jahren ist Paul Brändle der Youngster im Quartett. Der hochtalentierte Gitarrist hat während der Monate on the road ebenfalls einen Entwicklungsprozess beobachtet. „Aus uns ist eine echte working band geworden. Wir sind durch dick und dünn gegangen – und uns dabei auch menschlich nähergekommen. Auf diese Weise ist eine persönliche Verbindung entstanden, die es uns erlaubt, Musik zu machen, hinter der jeder von uns voll und ganz steht“.

Nach seinem vielbeachteten Debut-Album „On the Up and Up” (Laika Records, 2016) legt das Quartett nun mit „The Best is Yet to Come“ einen Nachfolger vor, der diese Entwicklung musikalisch dokumentiert. Kraft und Energie schöpft das Ensemble aus den Qualitäten seiner unterschiedlichen Charaktere. Kreativer Kopf und Spiritus Rector ist Namensgeber Rick Hollander. Der Drummer aus der „Motor City“ Detroit gibt den Takt vor. Mal ungezügelt brodelnd - wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch, mal zart und kontemplativ. Auch seine Qualitäten als Komponist haben sich in der Szene längst herumgesprochen. „Rick hat sehr präzise Vorstellungen von seinen Arrangements, in der die Melodien stets im Vordergrund stehen – was bei Drummern nicht unbedingt die Regel ist“, fasst Gitarrist Brändle die Vorzüge seines Bandleaders zusammen.
Brändle selbst bildet mit seinem gefühlvollen und facettenreichen Spiel ein perfektes Gegenstück zum Kraftpaket Brian Levy. „Was der an akademischen Titeln reichlich bestückte US-Saxofonist an prägnanter Rasanz herausschleudert, ist alles andere als von akademischer Zucht geprägt“, zeigte sich die „Augsburger Allgemeine“ von Levys impulsivem Spiel sichtlich angetan, als die Band vor kurzem im Südwesten Bayerns gastierte.


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