Martina Gebhardt

Eine enorm wandlungsfähige Stimme, ein untrügliches Gespür für eingängige Melodien und zupackende Rhythmen – gleich drei Qualitäten, die Martina Gebhardt als Songwriterin vereint. Wenn sie dazu musikalisch hochbegabte Kollegen ins Studio bittet, die ihrer Spielfreude freien Lauf lassen, dann entstehen zwangsläufig „good vibes“ und daraus wiederum ein Kreativ-Pool mit nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten. Aus diesem servieren Gebhardt und Band ihrem Publikum mal entspannten Bossa Nova („Don’t look back“), mal einen äußerst dreckigen Blues („I give you up“) und dazwischen immer wieder Songperlen mit Ohrwurmqualitäten. Der Opener „Music, it is…“ zum Beispiel, der zum Mitsingen und –tanzen animiert, oder bereits erwähntes „Auf’m Pferd“. Im Stil einer relaxten Jamsession verzahnen sich Gebhardts Gesang und der Groove der Band – in unterschiedlichen Metren – zu einer perfekten und entspannten Einheit.  

Songs, mit denen Martina Gebhardt mühelos Genre-Grenzen überwindet. Wenn sie zwischen Chanson („Vor den Toren der Stadt“), Popsong („Change!“) und Vocal-Jazz pendelt, ist das für die Berlinerin kein Widerspruch – und schon gar kein Indiz für Beliebigkeit. „Ich habe Jazzgesang studiert und sehe mich in erster Linie als Jazzvokalistin, weil ich gerne improvisiere und mit der Musik arbeite“, betont sie. „Allerdings kenne ich es, dass – sobald ich mich als Jazzsängerin vorstelle – Vorbehalte auftauchen, Jazz sei anstrengende Musik. Dann baut sich bei meinem Gegenüber förmlich eine Wand auf. Ich möchte deshalb mit meinen Kompositionen die Türen zwischen Jazz und Pop öffnen“, so Gebhardt.